| Vita |
Rembrandt konnte als Sohn einer
wohlhabenden Leidener Familie die dortige
Universität besuchen, bevor er eine Lehre bei
Jacob van Swanenburgh in Leiden begann. 1631 ging
er nach Amsterdam zum Historienmaler Pieter
Lastman. Auch Rembrandt sollte zeitlebens - auch
in anderen Gattungen - Historien erzählen. Für
seine stilistische Entwicklung war die
Hell-Dunkel-Malerei der Utrechter Caravaggisten
von entscheidender Bedeutung.
1634 heiratete Rembrandt Saskia van Uijlenburgh,
Tochter des Kunsthändlers bei dem er wohnte, die
ein Jahr nach der Geburt des Sohnes Titus (1641)
starb. Nachdem er seine Geliebte Geertje Dircks
ins Frauenzuchthaus hatte einsperren lassen lebte
der Maler seit 1649 mit Hendrickje Stoffels
zusammen.
Die erhaltenen Inventare seines Haushalts zeigen, dss Rembrandt ein
Sammler zahlreicher Kostbarkeiten war.
Nachdem Rembrandt 1656 wirtschaftlich vor dem
Ruin stand, wurde er pro forma zum
"Angestellten" von Hendrickje und
Titus, die seine Bilder gegen Kost und Logis auf
den reichen Amsterdamer Markt brachten.
Zunächst beschäftigte sich Rembrandt vor allem
mit biblischen und historischen Sujets. Hier
entwickelte er seinen pastosen Farbauftrag. In
den 1630ern erweiterte sich sein Motivkreis, vor
allem kamen die Gruppenbildnisse (wie die
Anatomien, die einst in der "Waage" hingen, oder das Schützenbild der
"Nachtwache") hinzu.
Später wurden seine Bilder zwar auch
ausgeglichener als die der mittleren
Schaffensphase, doch mochte er sich dem
stilistischen Geschmackswandel zum
elegant-glatten nicht unterziehen, weshalb er
weniger einträgliche Aufträge bekam. Der Maler
Gerard de Lairesse schrieb, dass die Kundschaft
die bäuerlichen Gestalten und die Farbe, die wie
Dreck die Leinwand herunterlaufe, nicht mehr
sehen mochte. |
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| Hauptwerke |
| Datierung |
Werk |
Ort |
| 1632 |
Die Anatomie des Dr. Tulp |
Den Haag, Mauritshuis |
| 1634 |
Selbstportrait mit Saskia |
Dresden, Gemäldegalerie |
| 1642 |
Die Schützengilde des Frans
Banning Cocq ('Die Nachtwache') |
Amsterdam, Rijksmuseum |
| 1662 |
De Staalmeesters |
Amsterdam, Rijksmuseum |
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